Gegen die Budgetkürzungen und für die Wissenschaft

Resolution: Gegen die Budgetkürzungen des Senats an den Hochschulen – für die Wissenschaft.

Die Absicht einer fortgesetzten Kürzung des Budgets der Hamburger Hochschulen anstatt ihrer bedarfsdeckenden öffentlichen Finanzierung entspricht einer verantwortungslosen Wissenschafts- und Hochschulpolitik. Sie verhindert, dass Hochschulen sich den Erfordernissen eines humanen und demokratischen Gesellschaftswandels stellen können.

„Der Budgetausfall gegenüber dem letzten Haushalt beläuft sich damit auf bis zu 10 % unseres Jahresetats, das entspricht mehr als 20 Mio. Euro.“ Univ.-Prof. Dr. Dieter Lenzen, 25.Mai 2011.

Wir, die Studierenden des Fachbereichs Sozialökonomie der Universität Hamburg, fordern vom Senat ein klares Bekenntnis für die Wissenschaft und damit die Bereitstellung der hierfür erforderlichen Mittel. Bedarfsdeckende staatliche Finanzierung der Hochschulen.

Unabhängigkeit der Wissenschaft von der Wirtschaft:

  • Ablehnung von Drittmitteln zur Finanzierung der Struktur
  • Keine Finanzierung durch Umverteilung des Budgets kultureller und sozialer Einrichtungen
  • Höchste Priorität für Bildung

Hochschule soll kein Unternehmen sein:

  • Wissenschaft und Bildung stehen Konkurrenzprinzip und Profitinteressen entgegen
  • Wissenschaft ist ein Allgemeingut, das aufklärend wirkt und dem Nutzen aller Menschen dient

Verbindung von Lehre und Forschung:

  • Hochschulen sollen keine Lehrfabrik sein
  • Bildung mündiger Menschen
  • Master für Alle
  • Besserer Ausbau des Masters und mehr Möglichkeiten für den Master

Mehr Interdisziplinarität:

  • Zur Sensibilisierung der Studierenden aller Fachbereiche für gesellschaftliche Probleme
  • Soziale Öffnung der Hochschulen (Durchlässigkeitsprinzip)
  • Hochschulzugang für alle Menschen auch ohne allgemeine Hochschulreife für alle Fachbereiche nach Beispiel des Fachbereichs Sozialökonomie für mehr soziale Durchlässigkeit.

Reale Bedrohung des Fachbereichs Sozialökonomie in der WiSo Fakultät:

Wie in der Resolution des WiSo-Dekanats und des WiSo-Fakultätsrats vom 18. Mai 2011 dargestellt, gibt es die Befürchtung, dass der Fachbereich Sozialökonomie geschlossen werden könnte. Der Fachbereich ist aber erhaltungswürdig, da hier Sozial-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften in interdisziplinärer Einheit behandelt werden. Außerdem ist der Fachbereich sozial durchlässiger als andere Fachbereiche da auch ohne Hochschulreife studiert werden kann.

Alle Mitglieder der Hochschulen als Menschen und Wissenschaftssubjekte müssen gemeinsam für die Gesellschaft Verantwortung übernehmen. Wir brauchen die finanziellen Mittel um Demokratie in den Hochschulen zu leben und eine Weiterentwicklung der Gesellschaft zu fördern.

Außerdem muss der Bedarf an Masterstudienplätzen ausfinanziert werden.

Wir unterstreichen alle hierzu geeigneten „Anforderungen der Universität an den neuen Senat“, die der Akademische Senat am 12. Mai 2011 verabschiedete. Wir lehnen jedoch exzellenz-, drittmittel- oder wettbewerbsorientierte Maßnahmen zur Finanzierung und Förderung als Grundlage von Wissenschaftsentwicklung kategorisch ab.

Die Entscheidung des Senats wird eine politische Entscheidung sein, keine ökonomische.
Bildung ist Zukunft!!

Beschlossen von der Vollversammlung des Fachbereiches Sozialökonomie (HWP) an der Uni HH am 20. Juni 2011.

Resolution von Studierenden gegen Kürzungen und für Demokratisierung: http://www.hwp-netz.de/resolution-von-studierenden-gegen-kuerzungen-und-...

PM: HWP-Strukturen stärken - WiSo-Fakultät und Uni demokratisieren!:
http://www.hwp-netz.de/pm-hwp-strukturen-staerken-wiso-fakultaet-und-uni...
 

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Resolution_FB_SozÖk_20_06_2011.pdf71.26 KB
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